island hopping in klein

November 8th, 2010

(27.10.2010) Bocas del Toro besteht zu unserem glück nicht nur aus einer insel sondern aus vielen. war es auf er isla colon noch party ist es jetzt auf der isla bastimentos mehr ruhe und natur angesagt. unser hostal liegt direkt über dem wasser und schon unter dem steg tummeln sich unzählige(wir konnten sie zumindest nicht zählen) fische, zwei moränen, krebse und manchmal auch ein oktopus. für mehr tierische erlebnisse gings dann mit dem kajak in die mangroven und zu wunderschönen schnorchelplätzen. um nicht aus der übung zu kommen sammle ich weitere taucherfahrung und erfahre zum ersten mal, dass starke strömung unter wasser sehr anstrengend sein kann. sind wir gerade einmal nicht in stimmung für eine akivität genießen wir aus der hängematte den ausblick aufs meer und die anderen inseln. doch wer rastet der trinkt eventuell zu viel, deshalb erkunden wir die insel zu fuß. was normalerweise eine entspannte wanderung wäre kann sich in der hitze des dschungels schnell in äußerst sportliche aktivität verwandeln. die vom nächtlichen regen aufgeweichten wege panieren uns bis zu den knien mit schlamm, aber fango soll ja gesund sein. aus gesundheitsgründen schlage ich dann auch noch einen krater im größten verfügbaren schlammloch und sehe wieder einmal aus wie das ding aus dem sumpf. glücklicherweise werden unsere anstrengungen schlußendlich mit wunderschönen, menschenleeren stränden belohnt und der rückweg geht uns, trotz weiterer panierung, sehr flockig von den beinen und wir treffen im guesthouse noch unsere freunde ron und balboa auf ein gute nacht getränk.
ein schöner ort zun bleiben, aber da unsere reise noch nicht zu ende ist, geht es nach einer woche weiter richtung costa rica.

Lost and Found

Oktober 21st, 2010

(08.10-15.10.2010) wir haben zwar nichts verloren, dafür haben wir einen schatz im wolkenwald entdeckt. ohne zufahrt und nur zu fuss über einen steilen weg erreichbar, liegt das hostal Lost&Found mitten im wald mit blick auf den vulkan baru(falls es einmal nicht bewölkt ist). schon auf der aussichtsterasse kann man ohne viel mühe kolibries, kapuzineraffen, olingos(makibär), cacomistle(katzenfrette) und kinkajou(wickelbär) – danke hier an wikipedia für die übersetzungen – antreffen. die letzten drei ausschließlich in der nacht. wer es abenteuerlich mag, wie wir, der begibt sich auf die eine oder andere expedition in den wolkenwald. über steile pfade durch dichten dschungel über gestürzte urwaldriesen auf der suche nach dem quetzal. alternativ dazu kann man auf dem treasure hunt, dem verlorenen gold der incas nachjagen. mein persönlicher favorit ist aber die suche nach versteckten vogelspinnen. meist ungefährlich warten dies in ihren höhlen auf vorüberkommende beute um sich diese im richtigen augenblick zu greifen(taschenlampe nicht vergessen, spinnen mögen es dunkel). der anwesende spinnenwissenschaftler, genannt Spider-Ray, interessiert sich lebhaft für die spinnenfundstelle, um eventuell einer neuen art seinen namen geben zu können.

für alex nicht ganz so angenehm war ihre begegnung mit einer 1,5m schlange, witzigerweise nicht im dschungel sondern zwischen zimmer und bar im hostal. da wir uns aber in einem eco-hostal befinden, bricht trotzdem nicht der killerinstinkt bei den verantwortlichen durch. statt dessen wird zuerst der typ der schlange bestimmt(ungiftig!) und dann die besucherin eingefangen und im wald wieder ausgesetzt. wahrscheinlich hat sich die schlange ähnlich gefürchtet wie wir gringos ;-)

weniger abenteuerlich aber entspannt und interessant sind die besuche von heissen quellen und bei Don Cune auf seiner organic coffee farm.

fazit: wer in panama ist, sollte Lost&Found besuchen, vielleicht hat jemand auch glück und findet das gold der incas, zumindest findet man aber eine super stelle zum entspannen und das ist ja auch goldes wert.

mögen fische keinen regen?

Oktober 19th, 2010

(6.10.2010) nach den strapazen der letzten tage :-) wollen wir wieder ans meer, endlich an die pazifikküste, in der hoffnung noch wale anzutreffen. santa catalina – ein kleiner ort, der eingenommen wurde von surfenden und tauchenden menschen aus aller welt. aber es ist oktober – regenzeit in dieser region und absolut out of season. und es regnet tatsächlich ziemlich viel. wir lassen uns allerdings nicht abschrecken und fahren schnorcheln zur insel coiba – 1 1/2 stunden, raue see und wir in einem kleinen motorboot (dagada-fahren ist nichts dagegen). leider sind anscheinend auch die hier normalerweise zu hauf vorhandenen meerestiere auf urlaub – oder mögen die etwa auch keinen regen? das schnorchelerlebnis fällt daher eher spärlich aus. selbst tito, das salzwasserkrokodil ist nicht auffindbar. ein mitfahrer sieht zwar die schwanzflosse eines wals, aber aufgrund meines intensiven bedürfnisses, mich am boot festzuklammern, verpasse ich auch diese sichtung. nachdem eine heftige regenfront auf uns zu kommt, düsen wir dann auch schon wieder zurück ans festland. – nichtsdestotrotz unser hostal (blue zone) ist super gemütlich und das essen in den 2 restis, die geöffnet haben spitze – was will man denn mehr ;-)

Oh wie schön ist Panama …

Oktober 2nd, 2010

(1.10.2010) … oder passender: oh wie schön wird man in panama. panama ist wie auch kolumbien bekannt für seine professionellen und preisgünstigen körperlichen restaurierungsstätten – nichts für 2 so gutaussehende fitte österreichische weltreisende, denke auch ich zu beginn. doch da meldet sich meine kleine schwachstelle – meine zähne und schon sitze ich in der zahnarztklinik CD Bullen.  dr. bullen inspiziert meine zähne, schüttelt immer wieder den kopf dabei und erstellt nach einem bedeutungsvollem “hm” einen reparaturplan.  nach längerer diskussion einigen wir uns, dass nur das notwendigste gemacht wird – ich will hier ja auch wieder mal weg!!! – und nach 4 sitzungen hab ich nun 2 zähne weniger und 2 schöne restaurierte mehr.  und ich hab meinen lieblingszahnarzt gefunden – jetzt muss ich nur noch meine krankenkasse überreden, dass sie auch die fahrtkosten zu meinem zahnarzt übernimmt ;-)

Erster Karibiktraum

September 30th, 2010

(15.09-21.09.2010) unser erster segeltörn auf offener see beginnt in Cartagena/Kolumbien. fast wären wir nur 9 passagiere da die kolumbianischen behörden einen unserer mitfahrer nicht ausreisen lassen wollen. aber am ende hat man ein einsehen und läßt uns alle ziehen. wir sind 13 personen an bord der African Queen, die crew(Fabian, Carmen und Jose-Luis) sowie uns passagiere(Mila, Stephanie, Jake, Sabine, Patrick, Sergio, Francisco, Aldo, Alex und ich). zusätzlich begleiten uns noch unsere freunde Ron und Club. von segeln zu sprechen ist etwas übertrieben, weil wir die ganze zeit nur mit motor fahren und das segel eigentlich nur als schattenspender zum einsatz kommt. der vorteil daran, wir erreichen trotz ungünstigster winde unser ziel, die San Blas Inseln, innerhalb der geplanten zwei tage. bei der ankunft am späten abend war noch nicht viel zu sehen, aber am nächsten morgen genießen wir das fast schon kitschige panorama und versuchen uns im fast badewannenwarmen wasser den schweiss der letzten tage abzuwaschen. man kann es kaum glauben, aber es gibt wirklich inseln mit genau einr palme. auch die unterwasserwelt hat einiges zu bieten. war beim tauchkurs in kolumbien noch wenig zu sehen, so entfaltet sich eine richtig farbenprächtige unterwasserwelt. wir verbringen traumhafte 4 tage mit sonne, strand, schnorcheln, schwimmen und meisst kühlen getränken. ein paar eindrücke findet ihr in der fotogalerie für panama.

Abgetaucht

September 11th, 2010

(06.09.2010) wer hätte es gedacht nach erde erobere ich ein zweites element als lebensraum für mich, wasser. nach dreitägigem praktischem training, videostudium und buchlektüre habe ich die prüfung zur erlangung des PADI Open Water tauchscheins erfolgreich bestanden.
anfangs habe ich mich gefragt, ob ich mir das antun soll, zig meter unter der wasseroberfläche, eingezwängt in einem gummianzug, trockene luft aus einem plasikschnuller saugen? eleganzpreis werde ich auf keinem fall mit diesem outfit gewinnen, so viel ist klar ;-)
versucht habe ich erst einmal einen eintägigen schnupperkurs um ein gefühl für die unterwasserwelt zu bekommen und auszutesten ob ich beim ersten schluck salzwasser in 5m tiefe statt einen panikanfall zu bekommen die nötige ruhe bewahren kann. soweit so gut, an der hand der tauchlehrerin hab ich den ersten test überstanden und ein paar schluck salzwasser sollen ja nicht so ungesund sein. für die fortsetzung des kurses brauchte ich aber trotz der schönen unterwasserwelt noch etwas bedenkzeit. das tauchen ist ja nicht gerade ein ungefährlicher sport. am ende überwog aber der reiz der neuen welt, zweifel kamen mir noch einmal als verlangt wurde in 10m tiefe die brille abzunehmen, ohne brille 15m zu schwimmen und die brille danach wieder aufzusetzen. panik, ich muß hier weg dachte ich, funktioniert hat es trotzdem und es ist wahrscheinlich reine trainingssache. trotzdem hoffe ich niemals die brille zu verlieren, führt nur zu wasser in nase und augen ;-)
nachdem ich mit naß- und trockentraining den zweiten tag gut überstanden hatte, war der dritte tag fast nur den fun-dives gewidmet. außer einer gesangseinlage beim auftauchen und dem navigieren per kompass konnte ich frei die unterwasserwelt genießen und die luftvorräte waren leider viel zu schnell aufgebraucht. alles in allem eine wunderbare erfahrung und ich freue mich schon auf die karibischen inseln und auf weitere tauchabenteuer :-)

medellin – stadt des ewigen frühlings …

September 1st, 2010

(21.8.2010) … heimatstadt von pablo escobar (weldgrößter drogenbaron). stadt der kontraste – reiche kolumbianerInnen in schicken bars neben menschen, die auf der strasse leben – die gemeinsamkeit: alle sind unglaublich freundlich. eine kolumbianische eigenheit, die uns distanzierten mitteleuropäerInnen ja anfangs sehr seltsam vorkommt, vermuten wir doch immer gleich irgendwelche absichten dahinter, die es aber im kolumbiansichen fall nicht gibt – die sind einfach nur unglaublich freundlich und hilfsbereit. (selbst das militär, das hier doch sehr präsent ist, ist freundlich ).

bemerkenswert: es gibt seilbahnen als normales transportmittel – sie verbinden die armen viertel auf den hügeln mit der innenstadt.

kurios: manche schilder an den lokalen

z.B.: dieses schild hängt am eingang einer kleinen bar (bei uns eher tschecherl genannt), in der nur bier, rum und aguardiente (einheimischer anisschnaps) getrunken wird.  wir folgen den einheimischen gebräuchen.


Wachs Wachspalme wachs

August 27th, 2010

(16.08,2010) wer in kolumbien ist sollte sich auf keinen fall die schöne landschaft in der kaffeeregion und den kolumbianischen nationalbaum die sogenannte Quindio-Wachspalme entgehen lassen. nicht, dass die palme selbst uninteressant ist(bis 60m hoch, mehrere hundert jahre alt), aber die kombination mehrerer palmen verpflanzt in eine almähnliche kulisse macht das ganze zu etwas besonderem. zusätzlich wechselt sich hier sonnenschein ab mit durchziehenden wolkenfeldern und verwandelt die kulturlandschaft in einen surrealen nebelwald, aber seht selbst.

Wir lassen es knallen

August 26th, 2010

(17.08.2010) dass es in kolumbien(nicht nur dort) gerne laut zugeht wissen wir bereits, aber dass man es richtig knallen lassen kann war uns neu.
normalerweise ist die verbindung von alkohol, schwarzpulver und fliegenden metallteilen eher als gefährlich einzustufen, in kolumbien ist es aber ganz normale freizeitbeschäftigung. um was es hier geht heißt Tejo. die regeln sind ähnlich wie beim eisstockschiessen, nur ohne eis und ohne stöcke, dafür mit lehmkiste und ca. 1kg schweren metallpucks. in der lehmkiste befindet sich ein metallring auf dem mit schwarzpulver gefüllte papierpäcken angebracht sind. wie beim eisstockschiessen gewinnt die person die ins zentrum trifft oder zumindest am nächsten dran ist. im unterschied zum eisstockschiessen gibt es hier extrapunkte für ausgelöste explosionen, wäre wahrscheinlich am eis kontraproduktiv ;-) übrigens werden die metallpucks geworfen und nicht geschoben, aber das werfen von eisstöcken wäre wahrscheinlich auch kontraproduktiv ;-)
hier ein paar bilder zur erklärung.

die kiste:

die bahn:

die haltung:

ein besonderes detail ist der 4m lange flaschenhalter, so etwas brauche ich unbedingt für unseren nächsten ausflug an den moldaustausee :-)
mehr bilder gibt es unter Salento-Valle de Cocora.

kein schnee in bogota

August 21st, 2010

(10.08.2010) wir haben es geschafft, endlich wieder ohne pudelmütze im gastgarten sitzen. bogota hat alles was man sich wünscht und vor allem wärme. vier breitengrade nördlich vom äquator, immer noch auf 2600m, versuchen wir uns langsam an die neuen bedingungen anzupassen. man soll sich ja genau so langsam an die tiefe/wärme gewöhnen wie an die höhe/kälte.
gut auch, dass wir schon vor den kolumbianischen cocktails gewarnt wurden, alkohol ist offensichtlich reichlich vorhanden, aber softdrinks und säfte sind mangelware und werden nur spärlich verwendet.