Gefangen in Machu Picchu

(28.11.2010) ja, wir besuchen auch den touristischsten hotspot perus. wie wir gleich erfahren müssen, hapert es aber bereits beim touristischen grundwissen für solche fälle, wie z.b. der aussprache des namens. ‘matschu pitschu’ gesprochen, heißt das ganze soviel wie ‘alter penis’. man bekommt aber bonuspunkte, wenn man sich bemüht, schön und korrekt zu sprechen und ‘matschu piktschu’ zu sagen, was dann ‘alter berg’ heißt.  den ersten fettnapf erfolgreich mitgenommen stürmen wir frümorgens zum sonnenaufgang den berg hoch, um  möglichst noch ein postkartenfoto der einsamen anlage zu bekommen. ganz so verlassen wie die spanier seinerzeit die kultstätte vorfanden, ist sie aber dann doch nicht, denn interessanterweise haben wir nicht als einzige die superidee vom superfoto. so stellen wir uns brav in die reihe(oder mob), bis wir am torwächterhäuschen unsern ersten blick auf die gesamte anlage werfen können.

den gleichen anblick hatten sicher schon millionen vor uns und wenn alles gut geht vielleicht auch noch ein paar nach uns.

um den stress und vor allem den hunger zu bekämpfen, widmen wir uns dannach erst einmal unserem mitgebrachten frühstück. das ist zwar streng verboten, weil viele allerhand müll zurück lassen, doch zu denen gehören wir zum glück nicht. solcherart gestärkt und schon mit einer ganzen menge fotos am chip machen wir uns auf den weg zur berühmten inkabrücke. hatte man es bis jetzt noch gut mit uns gemeint, wird jetzt rache für unsere fehlverhalten genommen. in form gefährlicher killerlamas ereilt uns die rache der inkagötter. senkrechte felsen links, gähnender abgrund rechts, sind wir gleich von mehreren dieser kreaturen umzingelt. was tun? bloß nicht in die augen blicken, das provoziert sicher nur einen angriff.

werden sie uns zu tode spucken oder einfach mit ihren blicken töten? in demütiger haltung verharren wir in unserer position. das zeigt offensichtlich wirkung und nach einiger zeit und ständigem gut zureden werden wir mit dem versprechen, ein meerschweinchen zu opfern, aus der haft entlassen. schnell noch ein foto geschossen und schon machen wir uns aus dem staub, zurück zu den touristenmassen. in gesellschaft fühlen wir uns plötzlich viel wohler, wer weiss ob wir nächstes mal so glimpflich davon kommen.
am ende des tages erscheint unser erlebnis schon nicht mehr ganz so bedrohlich, aber wir müssen auf alle fälle noch ein meerschweinchen opfern, sicher ist sicher. das ist aber wieder eine andere geschichte und die erzähle ich dann beim nächsten mal.


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