Archive for Juni, 2010

Riesenfarn im Nebelwald

Freitag, Juni 25th, 2010

(21.06.2010) das schöne am reisen ist, dass man vieles sehen kann was es zu hause einfach nicht gibt. wirklich interessant wird es aber wenn man fast in der zeit zurück reisen kann. diese erfahrung beschert uns der besuch des Amboro nationalparks. die fast einzigartigen klimatischen verhältnisse ermöglichen es, dass hier urzeitliche riesenfarne die jahrmillionen überleben konnten.  wolkenschwaden ziehen über die berggipfel und beim wandern durch den dichten farnwald hat man fast das gefühl, jeden augenblick biegt ein dinosaurier um die ecke.

prosit neujahr!

Freitag, Juni 25th, 2010

(20./21.6.2010) ja – kein schmäh! wir feiern neujahr! von 20. auf 21.6.2010 beginnt das neue inka-jahr. und wir sind zufällig in samaipata. und dort in der nähe ist el fuerte – eine der wichtigsten zeremonialstätten der inkas! mit außergewöhnlichen klangerlebnissen (schrill pfeiffende flöte), traditionellen getränken (wie u.a. bier) und diversen zeremonien verabschieden wir das alte und begrüßen das neue jahr.

ALLEN EIN GUTES NEUES INKA-JAHR!

potato tasting – fiesta de la papas

Mittwoch, Juni 16th, 2010

as bolivia is the country with the most different kinds of potatos in the world  it is nearly a logical decision to try some of them. before we could start cooking we had to do a little survey at the market to find out some details about bolivian potatos. to find the regular types is not a problem, because big sacks of them are available everywhere at the market. a harder thing was to find out about special types of them, because most of them are not called patatas/papas(potatos) but have different names and sometimes don`t look like potatos. with a little luck and help from the women at the market we could manage to have at the end 7 different types of potatos(4 regular with different colors, papalisa, papa seca, oca). as it is not a lot of fun to do cooking and testing alone, find some people to join the cooking have some drinks and make a party out of it is much more fun. greetings to deborah, lee, amanda, kati and jonas it was a great time with you.

Here some impressions of bolivian potatos:

sucre – die hauptstadt boliviens

Sonntag, Juni 13th, 2010

oft wird bei uns ja la paz als hauptstadt gehalten, was wohl daran liegt, dass in sucre nur mehr die judikative beheimatet ist und legislative als auch executive in la paz angesiedelt sind) – aber sucre verdient es zurecht, hauptstadt boliviens zu sein. sucre war eine der wichtigsten städte während der kolonialzeit, mit einer der ältesten universitäten amerikas, deren absolventInnen maßgeblich an den unabhängigkeitsbestrebungen in südamerika beteiligt waren. hier wurde auch die erste verfassung des landes geschrieben und die asche von dona juana (derberuehmten bolivianischen unabhaenigigkeitskaempferin)  ist hier aufbewahrt. teile der stadt sind unesco-weltkulturerbe. sucre ist mit 200.000 einwohnerInnen zwar wesentlich kleiner als la paz und santa cruz, aber dafür auch dementsprechend ruhiger und bietet dennoch alles was man braucht.
das genialste ist aber hier unsere unterkunft: casa al tronco! ein kleines hostal (insg. nur 7 gäste), in dem weltkulturerbe-viertel recoleta gelegen, auf einer anhöhe, wohnen wir hier in der suite (um 20 euro), die stadt überblickend und geniessend.

tarija – die weinhauptstadt boliviens

Sonntag, Juni 13th, 2010

(3.6.2010)bolivien birgt viele überraschungen – eine davon: bolivianischer wein. die gegend um tarija ist die weltweit höchste weinbauregion (so um die 2000m). das muss natürlich erforscht werden. wir besuchen 3 weingüter: casa grande, la conception (eines der größten) und casa vieja. im letzteren wird der großteil des weines noch auf traditionelle weise produziert (sprich: mit den füssen gestampft und so) und es gibt kostproben in fülle (ganz anders als in argentinien, wo man um jede probe betteln muss) – und der wein mundet auch. der wichtigste part unseres aufenthaltes in tarija ist daher das weitere testen des bolivianischen weins (genauso wie in österreich wird hier der größte teil des wein selbst getrunken).

einen seltsamen brauch gibts hier auch zu fronleichnam – und da wir ja sehr aufgeschlossen gegenüber neuen bräuchen sind, übernehmen wir diesen gleich. speziell an diesem tag wird chicha getrunken. chicha ist ein mostähnliches getränk, oft aus getreide gebraut, aber hier, zumindest an diesem speziellen tag aus weintrauben. getrunken wird das ganze aus einer ausgehöhlten wurzel, die mit blumen verziert ist. – seht selbst.

salz und wüste

Donnerstag, Juni 3rd, 2010

(27.-29.05.2010)Salar de Uyuni ist ein ort den viele kennen. tausende touristen werden jedes jahr von seiner salzigen schönheit angezogen. daten wie immer besser auf wikipedia nachlesen. im zuge unserer dreitägigen tour besuchen wir aber nicht nur den berühmten salzsee, sondern auch viele seiner kleineren schwestern und brüder und unzählige andere naturschönheiten(vulkane, höhlen, versteinerungen, steinskulpturwälder, kakteenwälder) und sahen flamingos, vicunas, lamas und viele andere tiere. es ist angesichts der vielen eindrücke schwer eine gute geschichte darüber zu schreiben, vieleicht ist es besser ich lasse hier statt worten einfach enmal nur die bilder sprechen(Uyuni).

Greetings to our tour members Sally, Daniel, Kiki and Ludo(hope your cold went over without complications). we had a very good time :-)

Stationen unserer tour(kann mich gar nicht an alle erinnern):
Salar Uyuni
Isla de Pescado
Gruta Galaxia
Gruta Diablo
Volcan Olargue
Laguna Medionda
Laguna Chiar Khota
Laguna Honda
Laguna Ramaditas
Desierto de Dali
Laguna Colorado
Laguna Verde

höhenkrank vom höhenrausch

Donnerstag, Juni 3rd, 2010

(19.05.2010)nachdem wir uns jetzt schon eine ganze weile in den anden herumtreiben und wir zum teil schon auf 5000m waren, habe ich mir gedacht, das mit der höhenkrankheit läge hinter mir. der ausflug in den parque national lauca belehrt mich eines besseren. damit ihr euch bei eurem nächsten wanderausflug sofort auskennt, hier eine kurze beschreibung meines leidens.
wir kamen direkt von der chilenischen küste in den kleinen ort putre auf ca. 3700m über dem meer. nach zwei nächten, davon die erste wegen der komplizierten anreise sehr kurz, fahren wir mit unserem gastwirt in den nahegelegenen nationalpark lauca. da wir schon erfahrung mit der höhe haben, gab es nur sehr leichtes frühstück mit kokatee und vor der abfahrt beginnen wir fleissig kokablätter zu zerkauen und viel wasser zu trinken. koka lindert die negativen effekte der grossen höhe und wird vor allem in bolivien aber auch in den andenregionen argentiniens und chiles viel und gerne gekaut. die erste stunde geht spurlos vorüber, aber ab ca. 4100m lässt mich mein sehsinn allmählich im stich. begleitet von zumindest nur leichten kopfschmerzen, engt sich mein sichtfeld ein und ich kann nur noch begrenzt scharf sehen. interessanterweise bessert sich mein sehvermögen wieder und bei unserer ersten wanderung auf ca. 4500m, fällt mir zwar das atmen schwer, aber die landschaft sehe ich wieder ganz gut. wie immer versuche ich auch hier meinen senf zur allgemeinen kommunikation beizutragen, aber trotz grösster anstrengung kann ich keine vollständigen sätze mehr bilden, in der mitte eines satzes weiss ich nicht mehr was ich sagen wollte und mein erinnerungsvermögen ist extrem eingeschränkt. manche werden sagen: “das kenne ich, zu viel alkohol”, aber nein, kein tropfen am vortag noch am tag des ausflugs. unser gastwirt hat natürlich erfahrung mit den flachlandtouristen und hat für solche fälle etwas sauerstoff aus der konserve mitgebracht. leider bessert das meinen zustand nur temporär und den rest des ausflugs erlebe ich eher im traum als in der wirklickeit. mittags bekomme ich zusätzlich zum koka noch ein kräutergetränk der andenbewohner, was aber leider auch keinen bessernden einfluss auf meinen zustand hat. da ich morgens sehr wenig und mittag gar nichts gegessen habe, macht mir zumindest die übelkeit keine grosse sorgen, wo nichts ist, kann auch nichts herkommen ;-) da ich sowieso die meisste zeit liegend auf der rückbank unseres kleinbusses verbringe, darf ich statt des nachmittagsprogramms erst einmal das angebotene bett eines einheimischen aufsuchen. nach ein paar tiefen zügen aus der sauerstoffkonserve, halte ich ein unterbrechungsreiches nachmitagsschläfchen und werde viel zu früh wieder abgeholt. der letzte punkt unseres ausflugs, eine thermalquelle, liegt schon wieder unter 4000m und mein zustand ändert sich von totalem elend auf völlig abgeschlafft. das gute daran, alle sinne und mein gehirn funktionieren wieder. dem bade wohne ich aber nur als zuschauer bei. zurück im hostel mach ich mich nur noch lang, schlafe bis zum nächsten morgen fast durchgehend und einen tag später sind auch die letzten kopfschmerzen verschwunden. warum mich diese mal der höhenteufel so erwischt hat ist mir nicht ganz klar, hatten wir uns doch in san pedro schon sehr gut akklimatisiert und unser ausflüge in große höhe ohne nennenswerte komplikationen überstanden. meine diagnose: fünf tage auf meeresniveau und der schelle wiederaufstieg auf
große höhe hat mein körper nicht vertragen.

(30.05.2010)nachtrag: die dreitägige tour zum salar de uyuni(bolivien) und zu einigen naturwundern auf bis zu 5000m seehöhe sind ohne störende nebeneffekte verlaufen.
fazit: akklimatisierung ist immer nötig, zumindest für mich.