Archive for März, 2010

… etwas anders hab ichs mir gedacht …

Mittwoch, März 31st, 2010

(30.3.2010) MENDOZA – endlich sind wir in der weinmetropole argentiniens.  spanisch und wein – das war unser plan. Und wir buchen auch gleich einen spanischkurs in einer super sprachschule (http://www.fundacionbrasilia.org/) – 20 stunden insgesamt, privatunterricht (nur wir 2 und unsere lehrerin), 2h vormittag + 2h nachmittag, alles auf spanisch  – muy rapido, muy intensivo, … unsere köpfe rauchen … und dann gibts noch hausübungen und wiederholungen für zu hause.  für  weinexpeditionen bleibt da keine zeit ;-(  – aber am abend vergönnen wir uns natürlich schon noch ein gutes tröpfchen  – und unser spanisch wird dadurch doch hoffentlich besser ;-)

kleine anekdote – wir und spanisch: ich wollte heute morgen in unserem hostel fragt, ob sie unseren mistkübel im klo ausleeren können (ist nicht gerade das beste hostel) – auf spanisch  – gefragt hab ich, ob sie  mir meine klomuschel austauschen können, weil es stinkt – der mann an der rezeption hat mich ganz entsetzt angeschaut und gemeint, dass wohl putzen reicht – tja, er hatte recht. der mistkübel wurde dann auch ausgleert ;-)

wein, wein …

Mittwoch, März 31st, 2010
berühmte weinsorte (zu recht)

berühmte weinsorte (zu recht)

(21.3.2010) endlich sind wir zumindest mal in der region mendoza angekommen – in san rafael – wüstenähnliche landschaft rundherum – bewässerungskanäle durchziehen die stadt – und überall WEIN und auf gehts zur besichtigung der bodegas. die bodegas sind nicht weit von der stadt entfernt – bodega bianchi – einer der berühmtesten, exportiert auch viel wein . die dimensionenen sind doch etwas anderes als bei uns. bianchi produziert irgendwas zwischen 5-6 Millionen (0,7l) Flaschen Wein. bodega suter – v.a. in argentinien sehr bekannt, exportiert jedoch kaum – was sehr schade ist. was allerdings fehlt, sind buschenschanken oder ähnliches. verkosten funktioniert ab besten, wenn man den wein kauft und im hostel dann eine eigene verkostung macht. – was wir auch gleich gemacht haben. da wir nur zu zweit waren, mussten wir doch m nächsten tag etwas rasten ;-)

chos malal – muy tranquilo, asado excelente, gente amable

Montag, März 22nd, 2010

(17.03.2010)
chos malal – wir landen in einem kleinen ort (ehemalige provinzhauptstadt von neuquen), wo es wirklich nicht viel zu tun gibt. selbst die einheimischen fragen uns, was wir hier machen – und wir wissen auch keine antwort ;-)

aber dann spricht uns am abend in einer pizzeria ein pärchen(soledad und pablo) an – und wir werden zu einem ausflug am nächsten tag eingeladen. aufgrund mangelnder sprachkenntnisse,  wissen wir nicht so genau was uns erwarten – aber am nächsten tag um 7 uhr werden wir abgeholt.  der vermeintliche schulausflug entpuppt sich als mitfahrt zu pablos schule, die ca. 50 km von chos malal entfernt in tricao malal ist. pablo ist hier direktor. wir erkunden die gegend – vor dem hintergrund der andenvulkane, wüstenänlich, nur am rande eines flusses ist es gruen,  wir beobachten diegauchos bei ihrer arbeit. zu mittag gehts zurück nach chos malal. pablo lädt uns zu sich nach hause ein wo wir auch soledad wieder treffen. wir werden bekocht und für den abend zu asado eingeladen. asado ist kein essen sondern eine zeremonie, sagt pablo. um 20 uhr geht es los, aber vor 22:30
wird nicht gegessen. wir verstehen jetzt auch warum. das asado(rippen vom rind, würste, niere und hühnchen) wird roh einfach nur gesalzen. der grill im garten ist obligatorisch für einen argentinischen haushalt. aus trockenem pappelholz wird feuer entzündet. die glut wird in einer dünnen schicht auf dem untergrund verteilt und der rost ca. 10cm darüber gelegt, danach das
fleisch. durch die wenige glut gart das fleisch extrem langsam vor sich hin. das holz räuchert gleichzeitig das grillgut – wahrscheinlich das geheimnis der argentinischen grillküche. wir haben selten so schmackhaftes fleisch gegessen.
soledad und pablo sprechen nur spanisch. dennoch unterhalten wir uns stundenlang über gott und die welt – was unsere köpfe rauchen lässt, aufgrund der anstrengung mit so wenigen spanischen wörtern eine sinnvolle konsversation zustande zu bringen. aber wir sind fasziniert, wie gut es dennoch geht. weit nach mitternacht verlassen wir die beiden und sind darin bestätigt, dass die argentinierInnen ungaublich entspannt sind.
!muchissimas gracias para  muy lindo dia y noche, pablo y soledad! :-)

ps.: ansonsten verbringen wir die tage in einem der grünen parks im stadtzentrum. dazu ein eis aus einer heladeria und alles ist gut. apropos eis, siehe linkes eisdie argentinierInnen sind verrückt auf eis. die kunst auf einem fingerhut von eistüte ein halbes kilo eis aufzutürmen ohne dass die konstruktion sofort zusammenbricht, gibt es nur hier zu bewundern. meine empfehlung, immer die kleinste tüte wählen, die menge an eis darauf ist immer noch enorm.

Fango, Algo, Chancho

Montag, März 22nd, 2010

(10.03.2010, Copahue)fango ist wohl jedem ein begriff der schon einmal wellnessurlaub gemacht hat. algo sieht grün aus und es sind auch wirklich grüne algen aus den heißen quellen(hat also nichts mit software zu tun), die ähnlich wie fango verwendet werden. chancho dagegen wird von allen hier nur das schweinebad genannt, weil genau das trifft es genau. suhlen im schlamm und danach ab in die trübe brühe. soll gut für den körper sein, ist aber eine ziemliche sauerei, weil sich der schlamm später nur sehr schwer vom körper trennen läßt.

Chancho

der kurarzt empfiehlt zwar die suhle abends aufzusuchen, aber meiner meinung nach ist es besser nachher noch in der laguna verde(bläulich grünes thermalwasser) die letzen schlammreste aufzuweichen, welche von der dusche nicht geschafft wurden.

Laguna Verde

sollte jemand probleme mit haut oder gelenken haben ist das hier der ideale ort. wer die kosten für den flug nich scheut, kann hier zu sehr günstigen preisen eine kur machen die in europa sicher das 10fache kostet. medizinische beratung und beautysalon inklusive.

copahue – teuflisch schön

Montag, März 22nd, 2010

(09.05.2010) copahue (=ort des schwefels) – ein ort auf 2000m, am fuße eines aktiven vulkans, am ende der welt (schon wieder ;-) ) –  eine therme(anscheindend das weltweit höchste thermalbad, extrem gesund),  eine handvoll hotels, eine parrilla (eine der besten bisher) – der ort existiert nur 5 monate (von dez.-april), den rest des jahres ist er eingeschneit – es dampft und brodelt an vielen orten aus dem boden – ein leichter geruch von faulen eiern (schwefel) liegt in der luft. der vulkan thront rauchend über dem dorf – ringsum kahle berge – eine karge gegend – und dennoch viefältig und genial. der himmel ist so blau, dass man seinen augen kaum traut.

die kargheit wird durchbrochen von genial-blauen lagunen, umgeben von einem kleinen saftig-grünen wiesenstreifen. bergfluesse durchschneiden die ödness – in ebenfalls unglaublichen farben – milchig, strahlend blau, leuchtend braun mit grünen algen drin. dazwischen felsformationen wie kunstwerke – ich hab selten so eine geniale landschaft gesehen! – ein wanderparadies !!

wia dahoam

Donnerstag, März 11th, 2010

(1.3.2010) wir sind in bariloche – und es ist “wia dahoam” – berge, seen, … neben unserem hostal steht das hotel tirol und das hotel edelweiss, … es gibt gulasch mit spätzle, würstel mit sauerkraut – und käsefondue.

wir sind etwas orientierungslos – wollten wir hier doch nur einen kurzen zwischenstopp auf unserem weg nach chile einlegen, was natürlich jetzt aufgrund des erdbebens nicht mehr möglich ist. ( ist schon ein sehr beklemmendes und etwas bedrückendes gefühl, hier zu sitzen, in dieser sehr schönen gegend, auf die berge zu schauen und zu wissen, das hinter den bergen eine katastrophe passiert ist.)

wir legen mal eine pause (neue reisepläne schmieden, kochen, lesen,…) ein – in einem super hostal im 10.stock mit genialem ausblick.

wir treffen auch robert und sanne wieder (war ein super abend – und es war auch super, wieder mal einen “termin” zu haben ;-) – wer mehr bilder von der gegend sehen will, findet welche auf ihrer seite: http://weltreise-robertundsanne.blogspot.com/

gran jineteada – pferde, gauchos, testosteron

Donnerstag, März 11th, 2010

(27.2.2010)  Im Rahmen der Fiesta National del Lupulo – des goßen Hopfenfestes in El Bolson fand auch die “grande jineteada” statt – Wettbewerbe mit Pferden.

Nach anfänglichen Schwierigkeiten aufgrund unserer spärlichen Spanischkenntnisse (der Taxifahrer brachte uns zuerst zu einem Stand, wo man Pferde für Ausritte mieten kann) kamen wir doch zum Gelände der Pferdewettbewerbe – und wir kamen gerade rechtzeitig zum Rodeo der Nachwuchsgauchos! – nichts für schwache Nerven  – und definitiv nichts für PferdefreundInnen ;-)

gran jineteada – ein fest der gaucho-familien. wir sind die einzigen touristen.