hallo europa, hoi nederland

Januar 5th, 2011

(19.12-22.12.2010) zurück am alten kontinent versuchen wir erst einmal wieder richtig fuß zu fassen und gönnen uns noch ein paar entspannte tage in amsterdam. vor der rückkehr haben wir uns weissen, kalten winter gewünscht und siehe da, wir werden zusätzlich noch mit strahlendem sonnenschein begrüßt. angeblich chaotische zustände bei der bahn und im flugverkehr gehen spurlos an uns vorrüber und den niederländern macht so etwas ohnehin nichts aus, rad fahren geht immer :-) mit sightseeing halten wir uns gar nicht erst auf, gemütlich in cafes sitzen, den leuten zuschauen, etwas einkaufen, spazieren gehen, eine grachtenrundfahrt, das wars auch schon.

adios america

Januar 3rd, 2011

(18.12.2010) after 353 days in america we have to leave the continent. we met a lot of nice people, we had a lot of fun and no bad experiences. we are now a bit sad that our time is over, because there are many places left to visit and a lot of other people to meet. as everything is possible we hope to come back for new adventures and experiences :-)
auf wiedersehen, goodbye, hasta luego america

wüste, wein und strand

Dezember 20th, 2010

(9.12-17.12.2010) dünen in der oase von huacacino, wein und pisco in ica und die strände von paracas, cerro azul und pucusana, das sind unsere nächsten stationen in peru. was wir hier tun ist einfach nur entspannen. etwas durch die wüste wandern, sich den wein und pisco beim besuch von weingütern schmecken lassen, den strand entlang laufen, ein feigeneis essen, ein ceviche essen, am strand liegen, in einer grünen lagune baden, einen(oder zwei) pisco sour trinken, fruchtsäfte trinken, wieder am strand rumwandern, zum fischmarkt gehen und den pelikanen und möven beim stehlen der fische zuschauen, am straßenstand ein unbekanntes, warmes fruchtgetränk trinken und gleich daneben süßkram kaufen, aussicht genießen, schneckenfosilien in der wüste anschauen, aufs meer raus schauen, die vögel anschauen, huups ein hund stiehlt einem kind das fleisch vom spieß, sangria trinken, noch ein ceviche essen, bier trinken, fotos anschauen, einen fisch essen, wein trinken(alle sind hier süß, sehr gewöhnungsbedürftig), auf den hafen raus schauen, einem alten mann einen sol geben, durch die stadt laufen, mit attwenger im ohr am strand entlanglaufen(brrr, wasser ist heute wieder kalt und ‘es is immer hoibi ochte’), internetcafe suche, ein bier trinken und mit alex und pascaline anstoßen, wieder den vögeln zuschauen, sich fragen ob man wirklich noch ein ceviche essen soll, tuktuk fahren, mit dem taxifahrer über gott sprechen(der hält mir tatsächlich eine bibel vor die nase), ab und an ein foto machen, diesen bericht schreiben, …

Linien im Sand

Dezember 20th, 2010

(8.12.2010) ich sehe nur linien im sand und vor lauter linien übersehe ich fast die wesentlichen. haben mir die schönen postkartenfotos gar bildlich etwas vorgelogen? soll vorkommen(danke photoshop), aber mit etwas mühe erkenn ich dann doch die bekannten motive. wo ich bin? in einem röhrendem kleinflugzeug ein paar hundert meter über der wüste in nazca. das mit den motiven ist wirklich eine sache, entweder man presst den kopf gegen die scheibe um die linien am boden nach motiven zu durchsuchen oder der pilot bringt das flugzeug in fototaugliche seitenlagen, was für mich zwar lustig ist, bei weniger kirtagaffinen leuten aber durchaus zu brechreiz führen kann. nach gut einer halben stunde ist die achterbahnfahrt dann auch schon wieder vorbei. mit etwas glück hat man dann kolibri, wal, affe, kondor, astronaut, spinne, dreieck und hoffentlich auch landebahn von oben gesehen. für enthusiasten gibts zusätzlich auch nocht auto-, quad-, motorrad- und lastwagenspuren, mit etwas glück auch noch aus den 20er jahren des zwanzigsten jahrhunderts.
was gibts onst noch in nazca zu sehen? nix, schnell weiter ;-)

tief hinunter und hoch hinaus

Dezember 16th, 2010

(03.12.5.12.2010) der colca-canyon, einer der tiefsten canyons der welt. wir starten unsere canyonexpedition auf 3200m, in cabanaconde – und von nun an gings berg ab. der weg windet sich entlang der felswände und serpentinenmäßig gehts runter, 1200m weit. nach ca. 4h erreichen wir den tiefpunkt – des canyons, meiner kommt erst später ;-) wir überqueren den fluss, wandern auf der anderen seite wieder etwas rauf und dann kommt die erste wirkliche hürde. es wird gerade eine straße gebaut – die sprengarbeiten sind mitten im gange und der weg, der einmal vorhanden war, wurde verschüttet. und natürlich ist auch die straße noch nicht fertig. was nun? die bauarbeiter meinen ja recht cool, wir sollen einfach weitergehen – über ein geröllfeld, wos einfach nur runter geht. ich will eigentlich schon wieder umdrehen, denn ich seh da für mich überhaupt keine chance, aber da nimmt mich ein bauarbeiter bei der hand und schafft es tatsächlich mit viel geduld und mühe, mich rüber zu bringen. der rest der wanderung ist nicht mehr so tragisch und wir werden belohnt mit einem bad in einem warmwasserpool am fuße des canyons in llahuar, wo wir auch übernachten. am 2. tag gehts wieder rauf, rauf, rauf – zu einem mirador. die landschaft ist genial, aber die wege für mich, die ich doch etwas unter höhenangst leide, sehr am limmit. und nach dem mirador kommt mein tiefpunkt – jetzt müssen wir weder rauf noch runter, sondern einfach nur rüber. eigentlich die leichteste übung, müsste man meinen. dachte ich auch zuerst, aber plötzlich ist mir bewusst geworden, wie steil es da neben mir runter geht und aus ists. panik überfällt mich und ich stehe zum felsen gewandt da und weigere mich, weiterzugehen. was natürlich, auf lange sicht gesehen, überhaupt keine lösung ist – das ist mir schon klar hilft mir allerdings gar nichts. robert bastelt dankenswerterweise eine haltevorrichtung an seinem rucksack. an der kralle ich mich fest, den blick nur auf seine beine gerichtet gehts dann doch weiter – etwa eine stunde, bis wir endlich ein dorf und damit für mich sicheren boden erreichen. nach einer stärkenden suppe und einer wichtigen psychologischen verschnaufpause gehts wieder runter zum fuße des canyons, wo wir die 2. nacht verbringen. am 3. tag gehts nur noch rauf, 1200m retour nach cabanaconde, das wir nach 3 1/2h erreichen – endlich, das war fast etwas zu waghalsig für mich, aber natürlich dennoch genial.

vom opfern und von opfern

Dezember 16th, 2010

(01.12.2010)ja, es musste sein – ein meerschweinchen bzw. zur sicherheit gleich zwei mussten geopfert werden. die opferungszeremonie überlassen wir allerdings den einheimischen. und damit das opfer auch tatsächlich sinn macht und nicht vergebens ist, opfern uns pascaline und ich gleich auch noch, um unser opfer zu  verzehren. naja, opfern ist in diesem fall vielleicht etwas übertrieben, da so ein meerschweinchen gar nicht so schlecht schmeckt. von einem schweinchen hat es allerdings nicht viel – vielmehr ähnelt es einem hühnchen, einem sehr sehr kleinen hühnchen. das essen artet schon etwas in arbeit aus, da man von jedem minibeinchen das bisschen fleisch abnagen muss, dass da drauf ist, um am ende nicht ganz hungrig zu bleiben – womit man dann doch sagen kann, dass die opfernden am ende doch selbst zum opfer ihrer opferung werden. ja, und so sieht das dann aus:

Gefangen in Machu Picchu

Dezember 7th, 2010

(28.11.2010) ja, wir besuchen auch den touristischsten hotspot perus. wie wir gleich erfahren müssen, hapert es aber bereits beim touristischen grundwissen für solche fälle, wie z.b. der aussprache des namens. ‘matschu pitschu’ gesprochen, heißt das ganze soviel wie ‘alter penis’. man bekommt aber bonuspunkte, wenn man sich bemüht, schön und korrekt zu sprechen und ‘matschu piktschu’ zu sagen, was dann ‘alter berg’ heißt.  den ersten fettnapf erfolgreich mitgenommen stürmen wir frümorgens zum sonnenaufgang den berg hoch, um  möglichst noch ein postkartenfoto der einsamen anlage zu bekommen. ganz so verlassen wie die spanier seinerzeit die kultstätte vorfanden, ist sie aber dann doch nicht, denn interessanterweise haben wir nicht als einzige die superidee vom superfoto. so stellen wir uns brav in die reihe(oder mob), bis wir am torwächterhäuschen unsern ersten blick auf die gesamte anlage werfen können.

den gleichen anblick hatten sicher schon millionen vor uns und wenn alles gut geht vielleicht auch noch ein paar nach uns.

um den stress und vor allem den hunger zu bekämpfen, widmen wir uns dannach erst einmal unserem mitgebrachten frühstück. das ist zwar streng verboten, weil viele allerhand müll zurück lassen, doch zu denen gehören wir zum glück nicht. solcherart gestärkt und schon mit einer ganzen menge fotos am chip machen wir uns auf den weg zur berühmten inkabrücke. hatte man es bis jetzt noch gut mit uns gemeint, wird jetzt rache für unsere fehlverhalten genommen. in form gefährlicher killerlamas ereilt uns die rache der inkagötter. senkrechte felsen links, gähnender abgrund rechts, sind wir gleich von mehreren dieser kreaturen umzingelt. was tun? bloß nicht in die augen blicken, das provoziert sicher nur einen angriff.

werden sie uns zu tode spucken oder einfach mit ihren blicken töten? in demütiger haltung verharren wir in unserer position. das zeigt offensichtlich wirkung und nach einiger zeit und ständigem gut zureden werden wir mit dem versprechen, ein meerschweinchen zu opfern, aus der haft entlassen. schnell noch ein foto geschossen und schon machen wir uns aus dem staub, zurück zu den touristenmassen. in gesellschaft fühlen wir uns plötzlich viel wohler, wer weiss ob wir nächstes mal so glimpflich davon kommen.
am ende des tages erscheint unser erlebnis schon nicht mehr ganz so bedrohlich, aber wir müssen auf alle fälle noch ein meerschweinchen opfern, sicher ist sicher. das ist aber wieder eine andere geschichte und die erzähle ich dann beim nächsten mal.

Valle Sagrado – Heiliges Tal der Inkas

Dezember 1st, 2010

(23.11-26.11.2010) “Shaka, als die Mauern fielen” ist vielleicht nicht jedem geläufig, aber trifft relativ genau das was wir uns in den fünf tagen im heiligen tal meisst anschauen. beeindruckend ist, wie es die inkas in den wenigen jahren ihrer herrschaft geschafft haben so viele bauwerke auf so vielen, meisst möglichst unzugänglichen bergspitzen, zu errichten. das sollen ihnen unsere politiker mit ihrer lust auf eigene denkmalsetzung erst einmal nachmachen. viele bauwerke dienten entgegen der bezeichnung ‘Heiliges Tal’ nicht nur sakralen zwecken sondern hatten auch handfeste militärische und wirtschaftliche zwecke. hochgelegene terassen liesen sich leichter gegen feinde verteidigen als tiefer gelegene einrichtungen und die sogenannten ‘Kreise von Moray’ dienten der landwirtschaftlichen forschung.

noch vor der ankunft der inkas wurde die salzgewinnung in den salinas von maras gestartet. diese überdauerte sowohl inkas und spanier, und wird bis heute zur deckung des lokalen salzbedarfs, völlig ohne maschinelle hilfe, betrieben.

das heilige tal ist natürlich ein touristischer brennpunkt, aber das gute an brennpunkten ist, dass außerhalb davon meist völlige ruhe herrscht. setzt man seine füße für eine wanderung in bewegung, trifft man auf freundliche einheimische die zum plausch bei kokablättern oder zum trinken eines maisbieres einladen. das ganze vor dem hintegrund einer wundervollen kultur- und naturlandschaft mit in allen farben blühenden erdäpfelfeldern vor schroffen berghängen.

so nah am feuer …

November 29th, 2010

(12.11.2010)… so nah am vulkan. der vulkan arenal – einer der aktivsten vulkane der welt und wir wollen lava sehen. wir probieren es von allen seiten. in el castillo quartieren wir uns in ein B&B. dort im whirlpool sitzend, bier trinkend starren wir in die finsternis, dorthin wo sich der vulkan befindet – doch der bleibt ruhig. am nächsten tag schwingen wir uns auf pferderücken und reiten durch wälder, wiesen und felder mit genialen ausblicken auf den wiederum ruhigen vulkan. tags darauf gehts zu fuss auf den kleineren erloschenen vulkan neben dem arenal und rüber nach la fortuna – ein ziemlich anstrengender marsch, belohnt allerdings wieder mit genialer sicht auf den vulkan, der allerdings auch an diesem tag nicht mal kleinste rauchwölkchen zeigt. tja – lava haben wir keine gesehen, dennoch sind wir begeistert vom arenal.

hallo deutschland

November 13th, 2010

(4.11.2010)deutschland – wieso deutschland werdet ihr euch fragen. und gleich vorweg – nein, wir sind noch nicht in europa! – oder doch? manchmal haben wir schon fast den eindruck. aber dann läuft uns ein faultier über den weg, wir hören das meer rauschen und wir sind wieder beruhigt – doch noch zentralamerika.
wie es dazu kam: wir brachen unsere zelte in panama ab und fuhren nach costa rica, nach puerto viejo, einem kleinen ort an der karibikküste. von der bushaltestelle war es nicht weit zu unserem hostal vista verde, geführt von 2 deutschen (das wussten wir). als wir ankamen, stand vor dem eingang ein kleinlaster – ein deutscher fleischer – tja, kaum zu glauben. wir nutzten die gunst der stunde und kauften ebenfalls, so wie eine größere anzahl von dort versammelten menschen aus deutschland,weisswürste, geräucherte würste, speck, schinken, ein nußbrot sowie 2 laugenbrezln (ja, er hatte auch echtes brot dabei). wir haben uns ja schon immer gefragt, wohin die vielen deutschen auswandern. die karibikküste costa ricas ist offenbar ein sehr beliebtes ziel.
und so sitzen wir hier, bei grillwürsten, wurstbrot etc., sprechen seit tagen nur mehr deutsch und müssen uns schon zusammennehmen, dass wir bspw. nicht zum strand “laufen”, sondern “gehen”, nicht “konfitüre” sondern “marmelade” kaufen, das trotzdem nicht wie “bei muttern” schmeckt :-)
aber die karibikküste ist ja auch ein angenehmer platz zum leben – und so kommt es, dass wir wieder einmal viel länger bleiben als geplant und noch einmal so richtig karibisches leben mit badewannenwarmen meerwasser, sonne, hängematte etc. geniessen bevor es bald wieder in höhere gefilde geht.